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Abgeschlossene Forschungsprojekte

Anwendung von dynamischer Dämmerungs-Simulation bei Menschen mit Demenz

Erstmalig werden Lampen bei Menschen mit Demenz getestet, welche die Morgen- und Abenddämmerung simulieren. Dabei wird evaluiert, ob diese Dämmerungssimulatoren einen Einfluss auf die circadianen Schlaf-Wachzyklen und die Schlafqualität bei Bewohnerinnen und Bewohnern mit mittlerer und schwerer Demenz haben. Ausserdem wird untersucht, ob sich die Stimmung und die Wachheit tagsüber verändern. Die neuentwickelte, mobile LED-Stehleuchte wird in einer Pilotstudie im Alters- und Pflegeheim Hofmatt in Münchenstein getestet.

Projektverantwortung: Marc Boutellier, Leiter Demenzwelten, Alters- und Pflegeheim Hofmatt, Münchenstein

 

 

Repräsentative Erhebung zur primärärztlichen Versorgung Demenzkranker in der Schweiz unter besonderer Berücksichtigung leitlinienkonformer Diagnostik und Therapie

Mittels einer schweizweiten, repräsentativen Online-Erhebung wollen wir herausfinden, inwieweit Hausärzte und Hausärztinnen Demenzen früh erkennen und bei der Diagnostik und Therapie die anerkannten Leitlinien umsetzen. Hierzu kommen u. a. Fallgeschichten zum Einsatz. Mit diesem etablierten Verfahren haben wir bereits Vorerfahrungen. Die aktuell erhobenen Daten sollen Ausgangspunkt gezielter Informations- und Schulungsprogramme sein, mit dem Ziel die primärärztliche Versorgungsqualität und Früherkennung Demenzkranker zu verbessern.

Hinweis: Eine Publikation der Daten in wissenschaftlichen Zeitschriften ist vorgesehen.

Projektleitung: Prof. Dr. med. Gabriela Stoppe, Dr. med. Lienhard Maeck, Universitäre Psychiatrische Kliniken Basel
 

 

Palliative Care bei demenziell erkrankten Personen in Pflegeheimen im Kanton Zürich (Pallhome)

In der Schweiz nimmt die Zahl der Demenz-Todesfälle kontinuierlich zu. Im Identifizieren und Einschätzen von Symptomen und in der Auswahl der bestmöglichen Behandlungsmassnahmen liegt der Schlüssel um ein würdevolles Sterben demenzerkrankter Personen zu ermöglichen. Die dabei erforderlichen Entscheidungsfindungsprozesse sind für die Pflege und Behandlung von zentraler Bedeutung, um gegen Schmerzen und andere Symptome frühzeitig intervenieren zu können. Das Forschungsprojekt des Instituts für Pflege der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften geht deshalb der Frage nach: Wie kommen Entscheidungen zur Symptomlinderung bei demenzerkrankten Personen in den letzten 90 Lebenstagen zustande?

Projektleitung: Dr. Andrea Koppitz, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (zhaw), Winterthur
 

 

Das “Swiss Nursing Homes Human Resources Project” – die SHURP Studie

SHURP Studie ist eine repräsentative Studie in mehr als 160 Alters- und Pflegeinstitutionen in den drei Sprachregionen der Schweiz. Mit der SHURP Studie werden erstmals umfassend Aspekte der Institutionen, des Pflege- und Betreuungspersonals und der Bewohner/innen, einschliesslich Fragestellungen zur Versorgungsqualität von Menschen mit Demenz untersucht. Dazu sind zwischen Mai 2012 und Mai 2013 das Pflege- und Betreuungspersonal (ca. 6‘000 Personen) sowie die Heim- oder Pflegedienstleitungen schriftlich befragt worden. Die SHURP Studie wird vom Institut für Pflegewissenschaft der Universität Basel geleitet und in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern und Organisationen durchgeführt. 

Abschlussbericht zum Download: www.nursing.unibas.ch/shurp

Projektleitung: Dr. René Schwendimann, Institut für Pflegewissenschaft, Universität Basel, Basel

 

 

Motivationale Reservekapazität als protektiver Faktor bei leichter Alzheimer-Demenz (AD) und leichter kognitiver Beeinträchtigung (MCI) (2012)

In einer Längsschnittstudie wird ein Modell der Motivationalen Reservekapazität (MR) überprüft. Das Modell nimmt an, dass ein lebenslanges Training in motivationalen Fähigkeiten zu einer Kompensation geschädigter neuronaler Netzwerke führt. Untersucht wird, inwiefern frühere motivationale Fähigkeiten den kognitiven Abbau bei der Alzheimer-Demenz und die Konversion von MCI zur Alzheimer-Demenz vorhersagen, sowie das Auftreten von Depression und Apathie. Die Ergebnisse werden helfen, Menschen mit einem Risiko für Alzheimer-Demenz sowie Apathie/Depression zu identifizieren, so dass sie entsprechende Therapieangebote erhalten. Da motivationale Fähigkeiten trainierbar sind, sollten sie dann in Präventionsmassnahmen berücksichtigt werden.

Projektleitung: Dr. Simon Forstmeier, Universität Zürich, Psychologisches Institut, Psychopathologie und Klinische Intervention

 

 

Übersetzung und Validierung eines Instruments zur Messung von Einstellungen gegenüber Demenz und demenzkranken Menschen (2011)

Menschen mit Demenz und ihre Familien sind ganz grundsätzlich und direkt von Einstellungen und Vorurteilen gegenüber Demenz ‚betroffen’: Diese Einstellungen bestimmen mit, wie ihnen begegnet wird, was ihnen zugetraut wird und was nicht, oder welche Formen von Unterstützung als hilfreich, nötig oder finanzierungswürdig betrachtet werden. Für die schweizerischen Sprachräume liegt bisher kein wissenschaftlich abgesichertes Instrument vor, mit welchem Einstellungen und Vorurteile gegenüber Demenz bzw. Demenzkranken gemessen werden könnten. Das Forschungsprojekt hatte deshalb zum Ziel, die englischsprachige Dementia Attitudes Scale (O’Connor & McFadden, 2010) für die schweizerischen Sprachräume (deutsch, französisch, italienisch) zu adaptieren und in der Anwendung zu pilotieren.

Projektleitung: Hans Rudolf Schelling, Caroline Moor, Aristide Peng, Universität Zürich, Zentrum für Gerontologie ZfG

 


Implizites emotionales Lernen und psychophysiologische Reaktionen bei demenzkranken Personen (2011)

Personen, die an einer Demenz erkrankt sind, haben enorme Schwierigkeiten Neues zu lernen. Ist es möglich, dass sie ihre Gefühle anderen Personen gegenüber und ihre Präferenzen dennoch ändern können? Dieser Frage möchten wir in dieser Studie nachgehen und zeigen, dass demenzkranke Personen bestimmte, neue Erfahrungen unbewusst speichern können. Wenn wir mehr über solche Lernprozesse wissen, können wir hoffentlich viele ihrer Reaktionen besser verstehen und zur Weiterentwicklung nichtmedikamentöser Therapien beitragen.

Projektleitung: Andreas Blessing, Psychiatrische Klinik Münsterlingen

 

 

Effects of the interdisciplinary delirium and dementia prevention and management program DEMDEL (2011)

Akute Verwirrtheitszustände können bei älteren Menschen im Zusammenhang von akuten Erkrankungen oder Operationen auftreten. Menschen mit Demenz sind dafür besonders empfindlich. Akute Verwirrtheit bei einer vorbestehenden Demenz zu erkennen, ist eine Herausforderung. Das Basler Demenz-Delir-Programm untersucht in seinem Forschungsprogramm «Effekte des interdisziplinären Basler Delir und Demenz Präventions- und Management Programms DemDel» die Auswirkungen eines Früherkennungssystems für akute und chronische Verwirrtheit. Insbesondere wird der Fragestellung nachgegangen, inwieweit das Programm geeignet ist, akute Verwirrtheitszustände zu mildern und zu verkürzen.

Projektleitung: Wolfgang Hasemann, Klinische Pflegewissenschaften, Universität Basel
 

 

Empfehlungen für einen Leitfaden für Dialysepflegefachleute im Umgang mit dementen Menschen an der Hämodialyse (2011)

Das Dialysesetting stellt eine spezielle Herausforderung an den Umgang mit demenzkranken Menschen. Es erfordert Massnahmen, die einer optimalen Pflege und Betreuung entgegenstehen. Konfliktreich sind beispielsweise das Bedürfnis demenzkranker Menschen nach Bewegung einerseits und die Anforderungen der Dialyse andererseits, also das ruhige Liegen und die Fixierung der Arme. Es ist davon auszugehen, dass Pflegefachpersonen in solchen Situationen Unterstützung benötigen. 
Mittels der Methode der partizipativen Aktionsforschung nach Stringer werden eine Ist-Analyse beim Pflegeteam, ein umfangreicher Überblick zur Forschungsliteratur und eine Expertenbefragung durchgeführt. Ziel des Projektes ist das Erstellen von Empfehlungen in Form eines Leitfadens.

Projektleitung: Gisela Rütti, Klinik für Nephrologie und Hypertonie, Inselspital Bern, Institut für Pflegewissenschaft, Universität Basel

 

 

Behavioural and Psychological Symptoms of Dementia (BPSD) in Swiss nursing homes: an analysis of existing RAI-data (2011)

Diese Studie soll aktuelle Daten zur Häufigkeit von Verhaltensstörungen und anderen psychischen Veränderungen bei Altersheimpatienten in der Schweiz liefern. Solche Störungen sind äusserst belastend für die Patienten, deren Familien und die Pflegenden. Auch Zusammenhänge zwischen solchen Störungen und anderen möglicherweise beeinflussbaren Faktoren sollen untersucht werden. Zudem können Erkenntnisse über den zeitlichen Verlauf dieser Störungen gewonnen werden. 
Diese Analysen bauen auf anonymisierten bereits vorliegenden Daten aus den Kantonen BS, SO und AG auf; sie sollen zur Grundlage für zukünftige Interventionsstudien werden.

Projektleitung: Dr. med. Armin von Gunten
Centre hospitalier universitaire vaudois (CHUV), Service universtitaire de psychiatrie de l’âge avancé

 

 

Entwicklung von Konfliktpräventionsstrukturen in der häuslichen Pflege von Alzheimerkranken in der Schweiz (Phase 1) (2011)

Das Projekt folgt dem Ansatz, durch Konfliktprävention einen Beitrag zur Gesundheitsförderung zu leisten. Dabei geht es speziell um Konflikte, wie sie bei der häuslichen Betreuung von an Alzheimer oder anderen Demenzen erkrankten Personen auftreten können. Die Studie nimmt die Beziehung zwischen den pflegenden Angehörigen und den erkrankten Personen sowie den externen Pflegenden in den Blick. Dabei sind unter externen Pflegenden im Folgenden sowohl Pflegefachpersonen, als auch freiwillige HelferInnen gemeint. Ziel der Studie war es, Konfliktpunkte zwischen diesen zwei Typen von Pflegenden (angehörig und extern) zu identifizieren, wechselseitig vorhandene Erwartungen zu formulieren sowie Präventionsstrategien zu konzipieren.

Projektleitung: Barbara Lucas, Université de Genève, Resop, Faculté des Sciences Economiques et Sociales (SES)

 

 

Les politiques d’aide aux malades d’Alzheimer en Suisse. Définition des besoins et gestion des conflits à chaque étape du parcours de vie (2010)

Die Alzheimer-Krankheit bringt bei Erkrankten und pflegenden Angehörigen vielschichtige Bedürfnisse hervor. Gehen die lokalen Pflege- und Versorgungssysteme angemessen auf diese Bedürfnisse ein? Wie gut sind die Maßnahmen auf die Bedürfnisse und Lebenssituationen der betroffenen Personen abgestimmt? Wichtig sind drei Zeiträume im Krankheitsverlauf: die Diagnosestellung, die Zeit starker Hilfs- und Pflegebedürftigkeit sowie das Lebensende. Unsere Untersuchung vergleicht Betreuungs- und Pflegesysteme in den drei Kantonen Genf, Thurgau und Wallis. Im Zentrum der Analyse stehen Spannungen oder Konflikte, die in den jeweiligen Krankheitsabschnitten zwischen Betroffenen und den Betreuungs- und Pflegesystemen entstehen, sowie das Erkennen von neuen lokalen Lösungen.

Projektleitung: Barbara Lucas, Université de Genève, Resop, Faculté des Sciences Economiques et Sociales (SES)

 

 

«work & care». Herausforderungen und Lösungsansätze zur Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und familialer Pflege. Eine explorative Studie zur Arbeitnehmer- und Arbeitgeberperspektive (2010)

Das Projektteam «work & care» untersucht, wie sich die Pflege von demenzkranken Angehörigen mit der eigenen Berufstätigkeit verbinden lässt und wo Schwierigkeiten bestehen. Es geht darum, aus der Sicht der Angehörigen und des Betriebes die herausfordernden Situationen und deren Bewältigung zu erheben. Dafür wurden 30 Interviews mit betroffenen Erwerbstätigen und ehemaligen Erwerbstätigen geführt. Zudem fand eine online Umfrage bei allen Mitarbeitenden der Bank Coop statt. Abgerundet wird das Bild durch Experteninterviews mit Personen aus der nationalen Politik, aus Bundesbehörden und Verbänden der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite. Ziel des Projekts ist es, praxisnahe Lösungsansätze für Arbeitnehmende und Arbeitgebende zu entwickeln, um die Vereinbarkeit zu thematisieren und zu erleichtern.

Projektleitung: Prof. Dr. phil. Iren Bischofberger, Kalaidos Fachhochschule Schweiz

 

 

La relation entre personnalité prémorbide, symptômes comportementaux et psychologiques (SCP) et déclin coginitif ultérieur dans les démences débutantes: Une étude pilote (2010)

Diese Studie erforscht den Einfluss von Persönlichkeitszügen auf psychologische Störungen und Störungen des Verhaltens bei beginnenden Alzheimer-Patienten. Ausserdem möchte die Studie die mögliche Verbindung zwischen Persönlichkeitszügen und einer zukünftigen Verschlechterung der kognitiven Leistungsfähigkeit bei diesen Patienten untersuchen. Ein besseres Verständnis von Persönlichkeitsveränderungen könnte zur frühzeitigeren Diagnose beitragen. Dies wiederum würde helfen, Patienten und deren Angehörige besser auf medizinische, finanzielle und rechtliche Entscheidungen vorzubereiten. Die Resultate dieser Studie sollen zu weiteren Studien verhelfen, die neue Interventionen bei psychologischen Störungen und Störungen des Verhaltens unter Berücksichtigung von Persönlichkeitszügen jedes Einzelnen untersuchen.

Projektleitung: Prof. Jérôme Rossier, Institut de Psychologie, Université de Lausanne, Dr. med. Armin von Gunten, Centre hospitalier universitaire vaudois (CHUV), Service universtitaire de psychiatrie de l’âge avancé