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Aktuell geförderte Forschungsprojekte

Das Smartphone: Ein Werkzeug, das das Alzheimer-Risiko berechnet?
Wie kann eine Smartphone-Anwendung (-App) dabei helfen, das Alzheimer-Risiko von über 50-Jährigen vorherzusagen? Dies untersucht das Forscherteam an 40 Menschen mit unterschiedlichen Bildungshintergründen aus der ganzen Schweiz. Die Studienteilnehmenden werden dazu aufgefordert, ein Gedächtnisspiel auf ihrem Mobilgerät zu machen, bei dem sie Gegenstände in einem Raum platzieren und später wiederfinden müssen. Dabei werden ihre Reaktionsfähigkeit und Geschwindigkeit aufgezeichnet. Sie beteiligen sich zudem an klinischen Tests. Der Datenvergleich der beiden Verfahren soll zeigen, dass die Smartphone-App bezüglich der Risikovorhersage für eine Alzheimer-Erkrankung ähnliche Schlussfolgerungen wie die klinischen Tests erlaubt.
Zum Projektbeschrieb (in Englisch) 
Projektleitung: Altoida AG (Dr. Ioannis Tarnanas)


Damit sich Menschen mit beginnender bis mittelschwerer Demenz im öffentlichen Raum wohl fühlen

Wie oft verbringen Menschen mit Demenz Zeit ausserhalb der eigenen vier Wände? An welchen öffentlichen Orten halten sie sich auf und welchen Aktivitäten gehen sie dort nach? Was schränkt sie dabei ein? Die Forschergruppe befragt 35 Menschen mit beginnender oder mittelschwerer Demenz und 35 Menschen ohne Demenz und vergleicht deren Antworten. Die Studie soll aufzeigen, was die Aktivitäten ausser Haus für Menschen mit Demenz erleichtert. Der Forschungsbericht wird auch entsprechende Empfehlungen für die Gestaltung des öffentlichen Raums beinhalten.
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Projektleitung: Isabel Margot-Cattin (EESP, HES-SO)

 

Damit ältere, kognitiv eingeschränkte Menschen im Spital passend gepflegt werden
Kommen kognitiv eingeschränkte Menschen ins Akutspital, bedürfen sie einer besonderen Betreuung. Wie eine angemessene Pflege aussehen soll, untersuchen die Forschenden, indem sie Pflegefachpersonen, Demenzerkrankte und Angehörige fragen, wie sie die Betreuungssituation im Spital erleben und beurteilen. Aufgrund der Ergebnisse soll ein Versorgungsprogramm entwickelt werden, das sich nach den persönlichen Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten und deren Angehörigen richtet.
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Projektleitung: Prof. Dr. Heidi Petry (USZ)

 

Mit Demenz und apathisch: Wie stark fühlen diese Menschen?

Apathie, sprich Teilnahmslosigkeit, kann als Begleitsymptom einer Demenz auftreten. Dies belastet Angehörige und Pflegende von Menschen mit Demenz, da sie vonseiten der Demenzbetroffenen oft keine Reaktionen wahrnehmen. Die Studie untersucht, in welchem Ausmass von Apathie betroffene Menschen mit Demenz Emotionen haben. Dazu zeigen sie 140 mittelschwer bis schwer dementen Bewohnern und Bewohnerinnen einer Pflegeeinrichtung Fotos, die positive Gefühle hervorrufen sollen; und sie messen deren körperliche Reaktionen. So wollen sie nachweisen, dass bei apathischen Demenzerkrankten äusserlich nicht wahrnehmbare Gefühlsregungen vorhanden sind. Dieses Wissen soll Pflegende zu stetigem Engagement motivieren. Zusätzlich kann die Kenntnis emotionsauslösender Reize dazu dienen, Therapiematerial zu entwickeln.
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Projektleitung: Dr. phil. Yvonne Treusch (ZHAW)

 

Haben Menschen mit Demenz weniger Schmerzen, wenn das Pflegepersonal speziell gecoacht wird?

Wie kann ein Coaching der Mitarbeitenden von Pflegeeinrichtungen die Schmerzen der Patientinnen und Patienten vermindern? In dieser Studie ziehen ausgewählte Heime externe Pflegeexperten bei, die ihre Pflegemitarbeitenden im Umgang mit den Schmerzen Demenzerkrankter beraten und begleiten. Eine genaue Überwachung der Schmerzeinschätzungen durch eine systematische Dokumentation sowie regelmässig stattfindende Teamgespräche sollen dazu beitragen, dass die Schmerzen vermindert und verkürzt werden. Eine effektive Schmerztherapie kann zudem Verhaltensauffälligkeiten und folglich den Pflegeaufwand für die Mitarbeitenden der Pflegeeinrichtungen vermindern.
Projektleitung: Prof. Dr. Andrea Koppitz (ZHAW), Prof. Dr. Thomas Volken (ZHAW), Dr. Georg Bosshard (Universitätsspital Zürich, Klinik für Geriatrie und Zentrum für Alter und Mobilität, Universität Zürich und Stadtspital Waid Zürich)

Die beruhigende und positive Wirkung von Puppen auf Menschen mit Demenz im Test
Wie wirkt sich der Kontakt mit Puppen auf das Verhalten von Menschen mit Demenz aus? Das Projektteam untersucht dies in einer klinischen Studie in mehreren Alters- und Pflegeheimen. Einer Gruppe weiblicher Testpersonen mit mittlerer bis schwerer Demenz wird dabei regelmässig eine Puppe überlassen. Bereits nach einigen Monaten zeigt sich, dass der Umgang mit den Puppen eine beruhigende Wirkung auf die Patientinnen hat. Die Forschenden nehmen an, dass der Umgang mit den Puppen auch depressive und teilnahmslose Zustände vermindern kann. Werden diese Erwartungen wissenschaftlich bestätigt, soll die nicht-medikamentöse und unaufwändige Puppentherapie vermehrt eingesetzt werden.
Zum Projektbeschrieb
Projektleitung: Prof. Rita Pezzati (Fachpsychologin für Psychotherapie FSP, DEASS, SUPSI) und Valentina Molteni (SUPSI)
 
Erzählen vom Leben mit Alzheimer: Ein Online-Portal macht Erfahrungsberichte von Demenzbetroffenen öffentlich zugänglich 
Was erleben Menschen, die an Demenz erkrankt sind? Wie bewältigen sie und ihre Angehörigen den Alltag mit den krankheitsbedingten Einschränkungen? Ziel ist der Aufbau eines Online-Portals mit Erfahrungsberichten von Demenzbetroffenen. Dazu sammelt das Projektteam ihre Erzählungen und bereitet die Gespräche nach einer etablierten und international anerkannten Methode der qualitativen Sozialforschung auf. Diese zugängliche nationale Online-Datenbank wird wichtige Erkenntnisse zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung liefern. Damit lernen Studierende aus Medizin, Psychologie oder Pflege sowie Gesundheitsberufsleute die Bedürfnisse und Vorlieben von Demenzbetroffenen besser verstehen. Die Datenbank trägt so zentral zur Ausbildung in den Gesundheitsberufen und unmittelbar zu einer stärker patientenorientierten Versorgung bei. Darüber hinaus wird sie auch die Patientinnen und Patienten selbst unterstützen, da diese von den Erfahrungen anderer profitieren können.
Zum Projektbeschrieb
Projektleitung: Prof. Dr. med. Dr. phil. Nikola Biller-Andorno (UZH)