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Aktuell geförderte Forschungsprojekte

Haben Menschen mit Demenz weniger Schmerzen, wenn das Pflegepersonal speziell gecoacht wird?
Wie kann ein Coaching der Mitarbeitenden von Pflegeeinrichtungen die Schmerzen der Patientinnen und Patienten vermindern? In dieser Studie ziehen ausgewählte Heime externe Pflegeexperten bei, die ihre Pflegemitarbeitenden im Umgang mit den Schmerzen Demenzerkrankter beraten und begleiten. Eine genaue Überwachung der Schmerzeinschätzungen durch eine systematische Dokumentation sowie regelmässig stattfindende Teamgespräche sollen dazu beitragen, dass die Schmerzen vermindert und verkürzt werden. Eine effektive Schmerztherapie kann zudem Verhaltensauffälligkeiten und folglich den Pflegeaufwand für die Mitarbeitenden der Pflegeeinrichtungen vermindern.
Projektleitung: Prof. Dr. Andrea Koppitz (ZHAW), Prof. Dr. Thomas Volken (Universitätsspital Zürich, Klinik für Geriatrie und Zentrum für Alter und Mobilität, Universität Zürich und Stadtspital Waid Zürich), Dr. Georg Bosshard (ZHAW)

Die beruhigende und positive Wirkung von Puppen auf Menschen mit Demenz im Test
Wie wirkt sich der Kontakt mit Puppen auf das Verhalten von Menschen mit Demenz aus? Das Projektteam untersucht dies in einer klinischen Studie in mehreren Alters- und Pflegeheimen. Einer Gruppe weiblicher Testpersonen mit mittlerer bis schwerer Demenz wird dabei regelmässig eine Puppe überlassen. Bereits nach einigen Monaten zeigt sich, dass der Umgang mit den Puppen eine beruhigende Wirkung auf die Patientinnen hat. Die Forschenden nehmen an, dass der Umgang mit den Puppen auch depressive und teilnahmslose Zustände vermindern kann. Werden diese Erwartungen wissenschaftlich bestätigt, soll die nicht-medikamentöse und unaufwändige Puppentherapie vermehrt eingesetzt werden.
Zum Projektbeschrieb
Projektleitung: Prof. Rita Pezzati (Fachpsychologin für Psychotherapie FSP, DEASS, SUPSI) und Valentina Molteni (SUPSI)
 
Erzählen vom Leben mit Alzheimer: Ein Online-Portal macht Erfahrungsberichte von Demenzbetroffenen öffentlich zugänglich 
Was erleben Menschen, die an Demenz erkrankt sind? Wie bewältigen sie und ihre Angehörigen den Alltag mit den krankheitsbedingten Einschränkungen? Ziel ist der Aufbau eines Online-Portals mit Erfahrungsberichten von Demenzbetroffenen. Dazu sammelt das Projektteam ihre Erzählungen und bereitet die Gespräche nach einer etablierten und international anerkannten Methode der qualitativen Sozialforschung auf. Diese zugängliche nationale Online-Datenbank wird wichtige Erkenntnisse zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung liefern. Damit lernen Studierende aus Medizin, Psychologie oder Pflege sowie Gesundheitsberufsleute die Bedürfnisse und Vorlieben von Demenzbetroffenen besser verstehen. Die Datenbank trägt so zentral zur Ausbildung in den Gesundheitsberufen und unmittelbar zu einer stärker patientenorientierten Versorgung bei. Darüber hinaus wird sie auch die Patientinnen und Patienten selbst unterstützen, da diese von den Erfahrungen anderer profitieren können.
Zum Projektbeschrieb
Projektleitung: Prof. Dr. med. Dr. phil. Nikola Biller-Andorno (UZH)