Stellungnahme von Alzheimer Schweiz zur TARMED-Revision

Dienstag, 20. Juni 2017


Die Vorlage des Bundesrats diskriminiert Menschen mit Demenz

Alzheimer Schweiz fordert eine Korrektur der TARMED-Revision. Die Bedürfnisse der hochbetagten Bevölkerung und der Menschen mit Demenz werden mit der aktuellen Vorlage nicht mehr angemessen berücksichtigt. Die Revisionsvorlage des Bundesrats ist mit den Zielen der Nationalen Demenzstrategie (NDS) nicht vereinbar.

 

Alzheimer Schweiz und ihre 21 kantonalen Sektionen sind besorgt über den bundesrätlichen Änderungsvorschlag der TARMED (Verordnung über die Festlegung und die Anpassung von Tarifstrukturen in der Krankenversicherung).

 

Die Limitierung der ärztlichen Konsultationen trifft Menschen mit Demenz besonders hart, wie auch die Limitierung der ärztlichen Beratung in Abwesenheit des Patienten. Es liegt in der Natur der Demenzerkrankung, dass diese Abklärungen oft sehr komplex und zeitintensiv sind. Für eine korrekte Diagnose sind zudem häufig ergänzende Konsultationen in Abwesenheit der Erkrankten nötig.

 

Aufenthalte in Akutspitälern vermeiden

 

Menschen mit Demenz benötigen eine engmaschige medizinische Begleitung, um auf die teilweise rasch wechselnden gesundheitlichen Probleme angemessen eingehen zu können. Durch eine fortlaufende Zusammenarbeit zwischen den Therapeuten, dem Pflegepersonal und den Angehörigen können viele unnötige, teure und für Menschen mit Demenz belastende Aufenthalte in Akutspitälern vermieden werden.

 

Alzheimer Schweiz bittet den Bundesrat, die dargelegten demenzspezifischen Aspekte wohlwollend zu prüfen und bei der Weiterbearbeitung der TARMED-Revision zu berücksichtigen.

 

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